07.05.2026 07:22
30 Jahre koordinierte Freiwilligenarbeit
Am Donnerstag, 30. April, durfte benevol Thurgau ein rundes Jubiläum begehen. Zur Feier von 30 Jahren koordinierter Freiwilligenarbeit im Thurgau fand in Romanshorn eine Mitgliederversammlung statt, die unzählige Gründe für ein Engagement im Ehrenamt lieferte.
Romanshorn Schon vor Beginn der Veranstaltung war klar, dass im Raum Salão der Sek Romanshorn keine normale Mitgliederversammlung über die Bühne gehen wird. Zu gelassen und entspannt war die Stimmung, die durch die Musik von Andy McSeans Stimme und Gitarrenklänge erzeugt wurde. Und Lukas Rösch, Geschäftsführer vom Startnetzwerk und Moderator der Veranstaltung, lieferte in seinen Begrüssungsworten dann gleich auch die passenden Worte zur Musik: «Freiwilligenarbeit gibt uns ein gutes Gefühl, denn es ist eine dankbare Tätigkeit. Sie macht uns glücklich, sie macht uns gesund und wirkt darum fast wie eine Droge.»
Viele Gratulanten
Da die ordentlichen Traktanden an der Jubiläumsfeier für einmal im Hintergrund standen, waren sie schnell abgearbeitet. Nicht vergessen wurde jedoch die Ehrung von langjährigen Mitgliedern für ihren Einsatz im Ehrenamt für benevol Thurgau. Doch im Mittelpunkt standen ganz klar die Grussworte von verschiedenen Gratulantinnen und Gratulanten, zum Beispiel Martin Leemann, Chef des kantonalen Sportamts, und Sibylle Freudweiler-Haab, Präsidentin von benevol Schweiz. Und auch Theres Arnet-Vanoni, die ehemalige, langjährige Präsidentin von benevol Schweiz wollte sich das runde Jubiläum nicht entgehen lassen: «Ich bin zwar im Ruhestand, aber selbstverständlich immer noch freiwillig aktiv.»
Auch Regierungsrat Urs Martin, Vorsteher des Departements für Finanzen und Soziales, überbrachte Glückwünsche der Thurgauer Regierung und verwies darauf, dass bald die parlamentarische Diskussion über die Freiwilligenarbeit im Thurgau beginnen werde. Doch gewisse Informationen nahm er schon vorweg: «Wir sind im Kanton gut unterwegs, was die Freiwilligenarbeit betrifft. Und es ist auch kein Abwärtstrend spürbar.»
Ein Problem von benevol Thurgau sei jedoch der Bekanntheitsgrad, war mehreren Wortmeldungen zu entnehmen. Denn obwohl der politisch und konfessionell neutrale, gemeinnützige Verein seine Anfänge im Jahr 1996 hat, damals noch als Fachstelle für Freiwilligenarbeit, und bereits seit dem Jahr 2012 unter dem Namen benevol Thurgau agiert, sei er leider noch nicht in aller Munde.
Jobbörse für Ehrenämter
Wer sich selbst ehrenamtlich engagieren will, jedoch sich nicht für längere Zeit verpflichten kann oder will, dem sei die Jobbörse von benevol empfohlen. Auf dieser kann mit wenigen Angaben ein passendes Angebot für einen Freiwilligeneinsatz in der Region gefunden werden. «Menschen suchen heute ein projektorientiertes Engagement. Darum ist es umso wichtiger, dass es Organisationen gibt, die die Freiwilligenarbeit koordinieren», meinte Stadtpräsident Roger Martin dazu während des Überbringens der Glückwünsche der Stadt Romanshorn. Und auch Conny David, die Geschäftsleiterin von benevol Thurgau empfahl das Angebot: «Wir haben eine solche Bandbreite an Engagements, dass dort jede und jeder etwas für sich findet».
Menschen würden Freiwilligenarbeiten leisten wollen. Und die meisten würden es auch schon tun, meinte Conny David. Und sie sei auch zuversichtlich, dass man in Zukunft auch jene überstimmen könne, bei denen es noch nicht der Fall ist: «Jene, die sich noch nicht ehrenamtlich engagieren, werden wir auch noch abholen!»
www.benevol-jobs.ch
Von David A. Giger